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Seminar zur Fußball-Fankultur im Stadion

17.09.2015 • Donnerstag

Für ein einwöchiges Seminar halten sich zurzeit 15 Journalisten, Fanbetreuer und aktive Fans aus Belarus, aus der Ukraine und aus Russland in Berlin auf, um die Mechanismen und Widersprüche der Fußball-Fankultur in einer „offenen Gesellschaft“ kennen zu lernen. Organisiert wurde das Seminar von Unioner Ingo Petz und seinem Partner Peter Liesegang unter dem Dach des „Deutsch-Russischen Austauschs“ (DRA).

Die Teilnehmer treffen während der intensiven Arbeitswoche auf engagierte Fans und Fan-Initiativen, auf Vertreter des Fanprojekts, auf Vertreter der Polizei und auf Journalisten, die sich mit Fankultur auseinandersetzen. In Gesprächen und Diskussionen erfahren sie, wie Fanarbeit, Fanegagement und Fanunterstützung organisiert werden und auf welche Hindernisse und Herausforderungen Fußball-Fans dabei stoßen. Natürlich führte der Weg der Ukrainer, Belarussen und Russen auch zum 1. FC Union Berlin, der wie beim ersten Seminar dieser Art im April 2014 einen Schwerpunkt des Workshops darstellt. So lernen die Teilnehmer das lebendige Fan-Umfeld von Union aus verschiedenen Perspektiven kennen, zudem die Arbeit des Fanbeauftragten Lars Schnell, des Sicherheitsbeauftragten Sven Schlensog und bei einem Treffen mit Jacob Rösler auch die Funktionsweise der FuMA. Christian Arbeit, Geschäftsführer Kommunikation, erläuterte in einer interessanten Diskussion, Möglichkeiten und Grenzen der Vermarktung von Fußballkultur und berichtete aus der täglichen Arbeit mit Medienvertretern und Spielern. Bei einer Stadion-Führung durch die Alte Försterei informierten sich die Teilnehmer über die bewegte Geschichte des 1. FC Union Berlin und das „Wohnzimmer“ der Eisernen.

Als Höhepunkt des Seminars steht am kommenden Sonntag der Besuch des Spiels 1. FC Union Berlin – SpVgg Greuther Fürth auf dem Programm.

1. FC Union Berlin